Der Schnellste seiner Zeit

Am Ende des Ersten Weltkriegs kehrten sowohl Daimler als auch Benz zur Produktion von Autos zurück. Die Handelsbedingungen in den frühen 1920er Jahren waren jedoch äußerst schwierig: Der Krieg hatte Deutschlands Wirtschaft in Trümmer gelegt und es gab eine grassierende Inflation. Von den 86 deutschen Autofabriken, die 1924 in Betrieb waren, existierten drei Jahre später nur noch 19. Um zu überleben sind die einstigen Rivalen zur Partnerschaft gezwungen.

Der Schnellste seiner Zeit

Am Ende des Ersten Weltkriegs kehrten sowohl Daimler als auch Benz zur Produktion von Autos zurück. Die Handelsbedingungen in den frühen 1920er Jahren waren jedoch äußerst schwierig: Der Krieg hatte Deutschlands Wirtschaft in Trümmer gelegt und es gab eine grassierende Inflation. Von den 86 deutschen Autofabriken, die 1924 in Betrieb waren, existierten drei Jahre später nur noch 19. Um zu überleben sind die einstigen Rivalen zur Partnerschaft gezwungen.

Bei seiner Ankunft Anfang 1923 beschäftigte sich der neue Entwicklungschef von Daimler, Ferdinand Porsche, mit der Weiterentwicklung der von Paul Daimler entworfenen Vier- und Achtzylinder-Rennwagen sowie der Sechszylinder-Kompressor-Serienmodelle. Diese debütierten auf der Berliner Automobil-Ausstellung im Jahr 1924. Nach der Fusion von Daimler und Benz 1926 wurden diese in die Typen 400 und 630 umbenannt. Im selben Jahr war erstmals eine ‚K‘-Version (Kurz) mit einem eduzierten Radstand erhältlich. Mit einem Hubraum von 6,3 Litern produzierte der Sechszylindermotor des 630K mit einer obenliegenden Nockenwelle bei eingeschaltetem Roots-Kompressor (durch Durchdrücken des Gaspedals auf den Boden wird dieser aktiviert) mächtige 140 PS.

Die 630K war nur für die wohlhabendsten Automobilisten erschwinglich und wurde in streng limitierter Stückzahl hergestellt. Nur 150 Fahrzeuge wurden zwischen 1926 und Mai 1929 fertiggestellt. In Deutschland wurden diese an Karosseriebauer wie Erdmann & Rossi, Reuter, Papler, Zschau und Balzer ausgeliefert, während einige andere von Sindelfingen mit „Werks“-Karosserie ausgestattet wurden, wie auch das hier ausgestellte Fahrzeug.

In dieser Spezifikation war der 630K in der damaligen Zeit der schnellste Serien-Tourenwagen der Welt mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 145 km/h.